EEG 2027 und Netzanschlusspaket: Verbände sehen Investitionssicherheit in Gefahr
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) sieht in den Referentenentwürfen für das EEG 2027 und das Netzanschlusspaket erhebliche Verschlechterungen und warnt vor negativen Folgen für Investitionen und Arbeitsplätze. Auch BSW Solar und BWE/VDMA üben Kritik: Neue Leistungsbeschränkungen und ungelöste Netzanschlussengpässe gefährden laut Verbänden die Ausbauziele. Für Asset Manager und Betreiber sind die geplanten Regelungen zur Direktvermarktung, zu CfDs sowie zu Netzanschlüssen besonders relevant. Der Kommentar von Erneuerbare Energien fasst zusammen, dass das Wirtschaftsministerium zwar die richtigen Probleme erkannt habe, die vorgeschlagenen Lösungen jedoch weit von der Realität entfernt seien.
Lesen unter Erneuerbare EnergienOnshore-Wind H1 2026: 2.363 MW Brutto-Zubau, aber Rückstau wächst
Der Brutto-Zubau bei Windenergie an Land erreichte im ersten Halbjahr 2026 laut BWE, VDMA und Fachagentur Wind und Solar insgesamt 2.363 MW. Trotz Rekordzahlen bei Genehmigungen wächst der Rückstand genehmigter, aber noch nicht errichteter Projekte weiter an, wie auch energate Messenger berichtet. Als Hauptursachen nennen die Verbände Engpässe bei Netzanschlüssen und Transportprozessen. Betreiber und Asset Manager sollten Projektpipelines auf verzögerte Inbetriebnahmen prüfen.
Lesen unter WindmesseOffshore-Wind überschreitet 10-GW-Marke – Branche fordert Novelle des WindSeeG
Mit einem Zubau von 1.077 MW im ersten Halbjahr 2026 überschreitet die installierte Offshore-Windleistung in Deutschland erstmals die Marke von zehn Gigawatt, darunter die erste Einspeisung des Nordseeclusters A (RWE, 660 MW, Vollbetrieb ab Anfang 2027). Die Branche fordert laut Windmesse und Erneuerbare Energien noch im Sommer 2026 eine Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes sowie die Einführung zweiseitiger, indexierter Differenzverträge (CfDs) zur Investitionssicherheit. Für Versicherer und Financiers ist der stufenweise Hochlauf des Nordseeclusters A operativ relevant. Ohne verlässliche CfD-Struktur sehen Verbände Risiken für die Projektpipeline ab 2027.
Lesen unter Erneuerbare EnergienSiemens Gamesa Renewable Energy firmiert künftig als Omterra
Sechs Jahre nach der Trennung vom Siemens-Konzern werden Siemens Energy und Siemens Gamesa Renewable Energy unter dem neuen gemeinsamen Namen Omterra auftreten. Die Umbenennung ist für Betreiber, Asset Manager und Versicherer relevant, da Wartungsverträge, Garantiedokumente und Versicherungspolicen mit Bezug auf Siemens Gamesa Renewable Energy möglicherweise angepasst werden müssen. Die Meldung basiert ausschließlich auf einem Bericht von Erneuerbare Energien; unabhängige Vertragsfolgen sind noch nicht kommentiert.
Lesen unter Erneuerbare EnergienKapazitätsmarkt-Ausschreibung: Erster Gebotstermin auf 8. Oktober 2026 festgelegt
Die erste Ausschreibungsrunde für Langzeitkapazitäten nach dem StromVKG (Kapazitätengesetz) endet laut Erneuerbare Energien und Windmesse am 8. Oktober 2026; ein separater Gebotstermin nach dem StromVKG für Langzeitkapazitäten ist der 8. September 2026. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten und bedarf noch der Genehmigung durch die EU-Kommission. Der Höchstwert liegt bei 244.000 Euro pro Megawatt und Jahr. Für Betreiber thermischer Reservekapazitäten und Asset Manager von Hybridprojekten sind Fristen und Förderrahmen frühzeitig zu prüfen.
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