BWE kritisiert EEG-Novelle und Netzanschlusspaket: Ausbaustopp droht
Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat umfassende Stellungnahmen zu den Referentenentwürfen der EEG-Novelle und des Netzanschlusspakets eingereicht. Der Verband sieht die geplanten Regelungen als erhebliche Gefahr für den weiteren Windenergieausbau und wirft der Bundesregierung vor, zentrale Zusagen des Koalitionsvertrags zu verfehlen. Für Betreiber und Asset Manager sind insbesondere Fragen zur Investitionssicherheit, zu Power Purchase Agreements (PPAs), Contracts for Difference (CfDs) und Redispatch-Regelungen relevant. Die Branche fordert verlässliche Rahmenbedingungen als Voraussetzung für Investitionsentscheidungen.
Lesen unter WindmesseBEE sieht erhebliche Investitionsbremse durch EEG 2027 und Netzanschlusspaket
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat am 22. Juli 2026 nach dem Start der Verbändebeteiligung durch das BMWE seinen Standpunkt veröffentlicht: Die Entwürfe für EEG 2027 und Netzanschlusspaket gefährdeten aus Verbandssicht Investitionen und Arbeitsplätze quer durch alle Technologien – Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft. Kritisch bewertet der BEE neue Leistungsbegrenzungen, Änderungen bei der Direktvermarktung und unzureichende Regelungen zu Netzanschlüssen und Digitalisierung (Smart Meter). Asset Manager und Finanzierer sollten die laufende Verbändekonsultation als Frühindikator für regulatorische Risiken beobachten.
Lesen unter WindmesseOnshore-Windenergieausbau H1 2026: 2.363 MW Brutto-Zubau, Branche fordert Investitionssicherheit
Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut BWE, VDMA und Fachagentur Wind und Solar 2.363 MW Onshore-Windenergie brutto zugebaut. Die Verbände sehen trotz dieses Wachstums einen bestehenden Zubau-Rückstand, der nach ihrer Einschätzung nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen sowie verbesserten Netzanschluss- und Transportprozessen aufgeholt werden kann. Für Betreiber und Asset Manager relevant: Die Verbände warnen, dass die aktuellen Entwürfe zu EEG 2027 und Netzanschlusspaket genau jene Planungssicherheit untergraben, die für Projektfinanzierungen benötigt wird.
Lesen unter WindmesseOffshore-Windenergie überschreitet 10 GW installierte Leistung in Deutschland – Branche fordert CfD-Novelle
Die Offshore-Windenergie in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 einen Zubau von 1.077 MW verzeichnet und damit die Marke von zehn Gigawatt installierter Gesamtleistung überschritten. Die Branche fordert laut Halbjahresbericht noch im Sommer 2026 eine Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) mit zweiseitigen, indexierten Contracts for Difference (CfDs), um Investitionssicherheit herzustellen. Parallel dazu speist der Offshore-Windpark Nordseecluster A (RWE, 660 MW) erstmals Strom ins Netz ein; die vollständige Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 geplant, Nordseecluster B (900 MW) soll ab 2029 folgen.
Lesen unter WindmesseBundesnetzagentur veröffentlicht Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Verteilernetzbetreiber
Die Bundesnetzagentur hat eine öffentlich zugängliche Deutschlandkarte veröffentlicht, die die Versorgungsqualität einzelner Verteilernetzbetreiber vergleichbar macht. Die Karte soll Transparenz über Netzanschlussqualität und Digitalisierungsgrad schaffen und ist nach Angaben der Behörde Teil der Qualitätsregulierung. Für Windenergiebetreiber und Asset Manager ist die Karte ein praktisches Instrument zur Einschätzung standortspezifischer Netzrisiken, insbesondere im Kontext der laufenden Debatte über Netzanschlussprozesse.
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