Offshore-Windkraft warnt vor 16- bis 48-GW-Investitionslücke durch politische Unsicherheit
Die Offshore-Windkraft-Wirtschaft warnt laut Erneuerbare Energien vor einem drohenden Domino-Effekt: Investoren könnten sich von bereits vorgeplanten Bauaufträgen zurückziehen, was eine Lücke von 16 GW – in einem Worst-Case-Szenario sogar bis zu 48 GW – hinterlassen würde. Als Hintergrund gelten anhaltende Unsicherheiten in der deutschen Energiepolitik, insbesondere mit Blick auf das EEG 2027. Für Asset Manager und Projektfinanzierer sind das relevante Risikosignale, da sich Vorlaufzeiten und Finanzierungsstrategien bei Offshore-Projekten über Jahre erstrecken.
Lesen unter Erneuerbare EnergienEEG 2027: Koalitionsstreit und Union-Vorstoß für fixes EEG-Auslaufdatum
Laut energate Messenger liegen die Koalitionsparteien beim EEG 2027 inhaltlich noch weit auseinander, während die Union einem Bericht zufolge ein festes Auslaufdatum für das EEG anstrebt. Parallel dazu warnt ein Entwurf, dass Anlagen bis 100 kW ab 2027 keine klassische Einspeisevergütung mehr erhalten sollen – was Projektentwickler kleiner Solar- und Windprojekte vor neue Kalkulationsprobleme stellt. Betreiber und Asset Manager sollten die Gesetzgebungsfortschritte eng verfolgen, da sich Förder- und Vermarktungsstrukturen grundlegend verändern könnten.
Lesen unter energate MessengerBNetzA erlässt MiSpeL-Festlegung zur Marktintegration von Stromspeichern und Ladepunkten
Die Bundesnetzagentur hat die Festlegung MiSpeL beschlossen, die Betreibern von Stromspeichern und bidirektionalen Ladepunkten künftig erlaubt, sowohl den Strombezug als auch die Einspeisung zu flexibilisieren. Damit sind laut Erneuerbare Energien auch Messung und Abrechnung aller Strommengen geregelt. Für Windpark-Betreiber mit angebundenen Speichern und für Versicherer, die Speicher-Risiken zeichnen, schafft die Festlegung erstmals klare regulatorische Leitplanken.
Lesen unter Erneuerbare EnergienOcean Breeze Energy übernimmt alpha ventus – Betrieb über ursprüngliche Laufzeit hinaus möglich
EWE, RWE und Vattenfall verkaufen ihre Anteile am Offshore-Windpark alpha ventus an Ocean Breeze Energy; der Abschluss der Transaktion soll zeitnah erfolgen. Deutschlands erster Offshore-Windpark, rund 45 Kilometer nördlich von Borkum, wurde 2010 in Betrieb genommen und eröffnet durch den Eigentümerwechsel laut Windmesse die Perspektive auf einen Weiterbetrieb über die ursprünglich vorgesehene Laufzeit hinaus. Der Deal ist ein Praxisbeispiel für End-of-Life-Entscheidungen bei frühen Offshore-Projekten und dürfte als Referenz für Versicherer und Asset Manager bei Laufzeitverlängerungen dienen.
Lesen unter WindmesseWindEnergy Hamburg: Weiterbetrieb von Bestandsanlagen gewinnt strategisch an Gewicht
Der Branchenbericht zur WindEnergy Hamburg zeigt laut Windmesse ein klares Stimmungsbild: Der Weiterbetrieb von Bestandsanlagen gewinnt weiter an Bedeutung, während die Anforderungen an technische, wirtschaftliche und strategische Entscheidungen steigen. Qualität und Portfoliooptimierung setzen sich demnach gegenüber einem reinen Preiskampf durch. Für Betreiber und Asset Manager unterstreicht das die Relevanz strukturierter Repowering- und Weiterbetriebsstrategien.
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