EEG-Novelle und Netzanschlusspaket: Sachverständige warnen vor kumulativen Risiken für Windenergie
Bei zwei Sachverständigenanhörungen des Wirtschafts- und Energieausschusses des Bundestages wurden laut Windmesse erhebliche Risiken der geplanten EEG-Novelle und des Netzanschlusspakets für den Windenergie-Ausbau deutlich. Sachverständige warnten insbesondere vor den kumulativen Effekten beider Regelwerke; BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek warnte den Ausschuss eindringlich vor möglichen Folgen für den Windenergieausbau. Für Projektentwickler und Asset Manager sind damit Investitionssicherheit und Projektpipelines konkret gefährdet. Betreiber sollten Netzanschlussfristen und Ausschreibungsbedingungen im laufenden Projektportfolio überprüfen.
Lesen unter WindmesseNetzanschlusspaket-Anhörung: Windenergie-Ausbremsung löst keine Netzprobleme, warnt BWE
Bei der Sachverständigenanhörung zum Netzanschlusspaket im Bundestag wurden laut Windmesse die Gefahren der geplanten Regelungen für den Windenergieausbau konkret benannt. Die Branche argumentiert, dass eine Drosselung der Windenergie keine neue Netzinfrastruktur schafft, sondern Redispatch-Kosten und Investitionsunsicherheit erhöht. Für Betreiber und Versicherer ist relevant, dass ungeklärte Netzanschlussregeln nach dem Windhund-Prinzip – wer zuerst kommt, netzt zuerst – Planungssicherheit untergraben. Ein breites Verbändebündnis fordert laut Erneuerbare Energien klare gesetzliche Vorgaben und transparente Abläufe.
Lesen unter WindmesseBEE kritisiert Auflösung des Erneuerbaren-Referats auf Bundesebene
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat laut energate Messenger die Auflösung des zuständigen Referats auf Bundesebene öffentlich kritisiert. Der Schritt wird von der Branche als institutionelles Risikosignal gewertet, da er die politische Begleitung des Erneuerbaren-Ausbaus auf Behördenebene schwächt. Für Asset Manager und Projektentwickler erhöht sich damit die Unsicherheit über künftige Verfahrens- und Genehmigungsabläufe. Weitere Details zur Hintergründen der Auflösung nannte die Meldung nicht.
Lesen unter energate MessengerMasdar und Luxcara prüfen Investitionen von mehr als 5 Mrd. Euro in Offshore-Wind und Batteriespeicher
Laut IWR Online prüfen Masdar (Abu Dhabi) und der europäische Asset Manager Luxcara gemeinsame Investitionen von über 5 Milliarden Euro in Offshore-Wind und Batteriespeicher. Für den deutschen und europäischen Markt ist das Signal relevant: Internationales Kapital aus dem Golf-Raum sucht aktiv Einstiegspunkte in etablierte Marktstrukturen. Asset Manager sollten die strategische Positionierung in Offshore-Auktionen beobachten, da Großinvestoren Ausschreibungspreise und Kapitalkosten beeinflussen können.
Lesen unter IWREuGH kippt Dreijahreslösung – neue Rechtslage bei Direktleitungen und Nachbaranfechtungen
Das Rechts-Bulletin MiSpeL meldet laut Windmesse drei neue Entscheidungen mit direkter Relevanz für Windenergieprojekte: Der EuGH hat die sogenannte Dreijahreslösung gekippt und zudem den Begriff der Direktleitung neu definiert; der VGH Mannheim hat Anfechtungsmöglichkeiten für Nachbarn nach BImSchG präzisiert. Für Betreiber und Versicherer können diese Urteile laufende Genehmigungsverfahren und bestehende Anlagen betreffen, insbesondere hinsichtlich Klagebefugnis Dritter und Netzanschlussrecht. Eine rechtliche Überprüfung des Projektportfolios im Licht der neuen EuGH-Rechtsprechung erscheint ratsam.
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