Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags sieht erhebliche EU-Rechtsrisiken im Netzanschlusspaket
Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages bestätigt laut Windmesse grundlegende europarechtliche Bedenken gegen zentrale Regelungen des geplanten Netzanschlusspakets. Besonders der vorgesehene Redispatch-Vorbehalt gilt als rechtlich angreifbar; bereits ein früheres Gutachten der Kanzlei Raue hatte ähnliche Schlussfolgerungen gezogen. Für Asset Manager und Betreiber erhöht die Rechtsunsicherheit das Risiko, dass Netzanschluss- und Einspeisebedingungen im Zuge einer möglichen Nachbesserung nochmals verändert werden.
Lesen unter WindmesseOffshore-Windbranche warnt: Verfehlen der Ausbauziele könnte zwei Drittel der Vollzeitstellen kosten
Eine Studie im Auftrag des Branchenverbands BWO kommt laut Erneuerbare Energien zu dem Ergebnis, dass bei einem Rückstand hinter den gesetzlichen Offshore-Ausbauzielen bis 2045 rund zwei Drittel der heutigen Vollzeitstellen im Sektor wegfallen könnten. Der BWO fordert Änderungen an der geplanten Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes. Versicherer und Asset Manager sollten die Studie als Hinweis auf mögliche Kapazitäts- und Lieferkettenrisiken im Offshore-Segment werten.
Lesen unter Erneuerbare EnergienMASLATON-Analyse: Sachsen plant faktischen Planungsstopp für Windenergievorhaben
Der Windmesse-Beitrag des Rechtsbüros MASLATON beschreibt, dass der Freistaat Sachsen befristete Untersagungen von Windenergieprojekten plant, was in laufenden Genehmigungsverfahren als De-facto-Moratorium wirken könnte. Betroffen sind Vorhaben, die sich in der Regionalplanung oder im BImSchG-Verfahren befinden. Für Projektentwickler und Asset Manager mit Sachsen-Exposure erhöht dies das Genehmigungsrisiko und kann Zeitpläne für Inbetriebnahmen und Refinanzierungen verschieben.
Lesen unter WindmesseVeja Mate: Vattenfall präqualifiziert 200 MW Offshore-Windleistung für Regelenergiemarkt
Direktvermarkter Vattenfall hat laut Erneuerbare Energien 200 MW des Offshore-Windparks Veja Mate für die Bereitstellung von Regelenergie präqualifiziert und will künftig weitere Erneuerbare-Energien-Anlagen in dieses Segment einbinden. Das Modell zeigt, wie Offshore-Parks neben der Stromerzeugung Systemdienstleistungen übernehmen und damit zusätzliche Erlösquellen erschließen können. Für Betreiber und Asset Manager ist die Entwicklung operativ relevant, da Regelenergievermarktung die Wirtschaftlichkeit bestehender Anlagen verbessern kann.
Lesen unter Erneuerbare EnergienNeunmonatstrend 2026: Onshore-Windausbau stärker als Vorjahr, aber regional uneinheitlich
Laut Erneuerbare Energien liegt der deutsche Onshore-Windparkbau nach neun Monaten 2026 insgesamt über dem Vorjahresniveau, allerdings verzeichnen einige Bundesländer zuletzt nachlassende Zubauraten. Der Offshore-Zubau zeigt hingegen ein deutlich stärkeres Plus. Asset Manager sollten die regionale Differenzierung im Blick behalten, da Genehmigungsengpässe in einzelnen Bundesländern Auswirkungen auf Projektpipelines und Portfoliobewertungen haben können.
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