Wind briefing
Betrieb
Frühere Ausgaben gefiltert nach diesem Thema. Die letzten 30 Arbeitstags-Briefings werden gescannt; Elemente in dieser Kategorie werden zuerst angezeigt, mit einem Link zur vollständigen Ausgabe.
Weiterbetrieb von Windenergieanlagen gewinnt an Bedeutung
Veränderte planungsrechtliche Rahmenbedingungen, Ausschreibungsergebnisse und Verzögerungen bei Repowering-Genehmigungen führen laut Windmesse dazu, dass der Weiterbetrieb von Windenergieanlagen für viele Betreiber wieder stärker in den Fokus rückt. Themen wie Lastvergleiche, Restnutzungsdauer und Weiterbetriebsindikationstools gewinnen dadurch an praktischer Relevanz. Für Versicherer und Asset Manager bedeutet dies eine wachsende Anzahl älterer Anlagen im Betrieb, was Fragen zur Risikoexponierung und Versicherbarkeit aufwirft.
Flickenteppich bei kommunaler Beteiligung belastet Betriebsführer von Ökostromanlagen
Erneuerbare Energien berichtet, dass die uneinheitliche Regelung zur kommunalen Beteiligung – in einigen Bundesländern Pflicht, in anderen freiwillig – und unterschiedliche Prozesse bei den Netzbetreibern für erheblichen Verwaltungsaufwand bei Betriebsführern sorgen. Die bundesweit einheitliche Antragsfrist für Rückerstattungen läuft über divergierende Netzbetreiberverfahren, was Compliance-Risiken erzeugt. Asset Manager mit länderübergreifenden Portfolios sind besonders betroffen.
Strommix H1 2026: Rekord bei Ökostrom, Erdgas legt bei Fossilen zu
Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 laut Windmesse so viel Ökostrom erzeugt wie nie zuvor in einem Halbjahr, getragen vor allem von Wind- und Solarenergie. Gleichzeitig stieg bei den fossilen Energieträgern der Erdgasanteil deutlich an. Für Betreiber und Asset Manager liefert die Halbjahresbilanz eine Einschätzung zur tatsächlichen Erzeugungsperformance der Flotte und zur Wettbewerbsposition erneuerbarer Energien im Dispatch.
Warnung vor betrügerischem Flächenvermittler im Windenergiesektor
energate Messenger berichtet, dass aktuell ein betrügerischer Flächenvermittler im deutschen Markt aktiv ist. Für Betreiber und Projektentwickler besteht damit ein konkretes Vertragsrisiko bei der Flächensicherung für neue Windenergieprojekte. Asset Manager sollten laufende Akquisitionsprozesse auf die Seriosität beteiligter Vermittler prüfen. Weitere Details zur Identität des Akteurs und betroffenen Regionen sind der Vollmeldung zu entnehmen.
Fraunhofer IEE: Batteriespeicher könnten Stromsystem um fast vier Milliarden Euro pro Jahr entlasten
Eine neue Analyse des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE beziffert den volkswirtschaftlichen Nutzen eines beschleunigten Batteriespeicher-Ausbaus auf knapp vier Milliarden Euro jährlich. Um mit dem Ausbau der Erneuerbaren Schritt zu halten, errechnen die Autoren einen notwendigen Zubau von acht Gigawatt Leistung pro Jahr. Für Asset Manager und Versicherer ist relevant, dass steigende Flexibilitätskapazitäten Abregelungsrisiken und damit Ertragsunsicherheiten für Windparks reduzieren könnten. Die Studie wurde laut Windmesse im Auftrag erstellt und am 1. Juli 2026 veröffentlicht.
Sinkende Zuschlagswerte und nächtliche Schalldrosselungen verschärfen Wirtschaftlichkeitsrisiken
Bei der Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur im Februar 2026 lag der durchschnittliche Zuschlagswert bei 5,54 ct/kWh, während Bau- und Finanzierungskosten weiter steigen. Windmesse berichtet, dass nächtliche Schalldrosselungen als unterschätzter Wirtschaftlichkeitsfaktor gelten: Immissionsrichtwerte erzwingen Leistungsreduzierungen und mindern so Volllaststunden und Erlöse. Für Betreiber und Versicherer ist dieses operationelle Risiko bei Neuprojekten und Repowering-Vorhaben besonders zu berücksichtigen.
ENERTRAG nimmt Windfeld Bütow II nach Repowering in Betrieb – sechs Nordex N163 ersetzen Anlagen von 1999
ENERTRAG hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gemeinden und Wirtschaft die erste Baustufe des Windfelds Bütow II in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb genommen. Sechs neue Anlagen vom Typ Nordex N163 ersetzen den Altbestand aus dem Jahr 1999. Das Projekt beinhaltet laut Windmesse ein Beteiligungskonzept mit Strombonus für die Region. Für Betreiber und Asset Manager liefert das Vorhaben ein Praxisbeispiel für Repowering-Wirtschaftlichkeit unter aktuellen Marktbedingungen.
Windpark Kürrenberg in Sekundärregelleistungsmarkt eingebunden – MVV Trading und re:cap global investors präqualifiziert
MVV Trading und re:cap global investors haben laut Windmesse 15,25 MW installierte Windleistung des Windparks Kürrenberg für den Sekundärregelleistungsmarkt präqualifiziert. Der Fall illustriert, wie Bestandswindparks durch Marktoptimierung zusätzliche Erlösquellen erschließen können, was für Asset Manager bei der Bewertung von Portfoliorenditen zunehmend relevant wird. Die Zusammenarbeit zeigt zudem, dass erneuerbare Erzeuger aktiv zur Netzstabilität beitragen können.
Nordseecluster A: Erste Turbine installiert, 660-MW-Inbetriebnahme für Anfang 2027 geplant
Im 1,6-GW-Offshore-Projekt Nordseecluster A wurde die erste Turbine vor der deutschen Küste installiert; die Fertigung der Hauptkomponenten für Nordseecluster B (900 MW, ab 2029) hat begonnen. Die Inbetriebnahme von Cluster A mit 660 MW ist für Anfang 2027 geplant, die erwartete Jahreserzeugung liegt laut Windmesse bei rund 6,5 TWh. Für Versicherer und Asset Manager ist der Bauzeitverlauf eines der größten laufenden deutschen Offshore-Projekte ein relevanter Indikator für Montagezeitpläne und Marine-Warranty-Einschätzungen.
VSB kombiniert Repowering und Co-Location für hybriden Netzanschluss in Europa
VSB setzt laut Erneuerbare Energien auf eine Strategie, bei der bestehende Windstandorte per Repowering mit hybriden Erzeugungsstrukturen – etwa kombiniertem Solar- und Windbetrieb – an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt ausgebaut werden. Das Modell adressiert zugleich Flächenknappheit und begrenzte Netzkapazitäten. Für Asset Manager ist der Ansatz relevant, da er Genehmigungsrisiken und Netzanschlusskosten bei der Portfolioerweiterung reduzieren kann.
VSB kombiniert Repowering und Co-Location für beschleunigten Ausbau in Europa
VSB verfolgt laut Erneuerbare Energien eine Strategie, bei der bestehende Windparkstandorte durch Repowering und hybride Erzeugungsstrukturen an gemeinsamen Netzanschlusspunkten aufgewertet werden. Dieser Co-Location-Ansatz ist für Betreiber und Asset Manager operationell relevant, da er die Nutzung vorhandener Netzinfrastruktur optimiert und Genehmigungsaufwand reduzieren kann. Das Thema steht im Zusammenhang mit dem breiteren Trend zur Nutzung bestehender Standorte angesichts knapper Netzkapazitäten.
LEE NRW: Zwei Maßnahmen könnten Volllaststunden von Onshore-Wind erhöhen – aber auf Kosten der Erträge
Der LEE NRW hat eine Studie präsentiert, die zwei Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung von Windparks und Netzen identifiziert. Laut Erneuerbare Energien könnten diese Maßnahmen jedoch zulasten der wirtschaftlichen Erträge der Anlagenbetreiber gehen. Für Asset Manager und Betreiber von Onshore-Windparks ist der Zielkonflikt zwischen Netzoptimierung und Renditeerwartung ein relevanter Planungsparameter, insbesondere im Kontext von Repowering-Entscheidungen.
LEE NRW-Studie: Zwei Maßnahmen könnten Volllaststunden von Onshore-Wind erhöhen – auf Kosten der Erträge
Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) hat eine Studie präsentiert, die zwei konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung von Windparks und Netz beschreibt. Erneuerbare Energien weist darauf hin, dass die Maßnahmen potenziell zulasten der wirtschaftlichen Erträge gehen könnten – ein klassischer Zielkonflikt für Betreiber und Asset Manager bei Optimierungsentscheidungen. Der Beitrag ist für Repowering- und Betriebsstrategiegespräche relevant, insbesondere in netzengen Regionen.
EOLOGIX-PING startet satellitengestützte Blitzüberwachung für abgelegene Windparks
EOLOGIX-PING hat laut Windmesse eine neue satellitenbasierte Version seines Blitzüberwachungssystems (:EVENT LIGHTNING FLEET) für Windparks vorgestellt, die außerhalb der Mobilfunkabdeckung liegen. Das System ermöglicht die Überwachung von Blitzeinschlägen auf Turbinenebene unabhängig von terrestrischer Netzinfrastruktur. Für Versicherer und Asset Manager ist dies operationell relevant, da Blitzschäden eine der häufigsten Ursachen für ungeplante Ausfälle und Versicherungsschäden an Windenergieanlagen darstellen.
LEE NRW: Zwei Maßnahmen könnten Volllaststunden von Windparks erhöhen – mit Ertragsrisiken
Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) hat anhand einer Studie zwei Ansätze präsentiert, wie die Auslastung von Windparks und Netzinfrastruktur gesteigert werden kann. Erneuerbare Energien weist darauf hin, dass die Maßnahmen potenziell zulasten der Erträge gehen könnten. Für Betreiber und Asset Manager ist das ein relevanter Zielkonflikt zwischen Kapazitätsoptimierung und Rendite. Details zur Methodik und den untersuchten Maßnahmen gehen aus dem Artikel hervor.
Co-Location mit Batteriespeichern wird laut Erneuerbare Energien zur wirtschaftlichen Notwendigkeit
Erneuerbare Energien berichtet, dass die Netzsituation Co-Location-Konzepte – also die Kombination von Windanlagen mit Batteriespeichern an einem Standort – zunehmend wirtschaftlich erforderlich macht. Hybride Projekte stellen laut dem Bericht neue Anforderungen an die Planung und verändern die Projektierungslogik grundlegend. Für Asset Manager und Betreiber bedeutet dies, dass Investitionsentscheidungen künftig stärker die Systemintegration berücksichtigen müssen. Die Netzanbindungssituation wird dabei als entscheidender Standortfaktor eingestuft.
Repowering in der Wesermarsch: Neun Vestas-Anlagen ersetzen Bestand – 64 MW bis Mitte 2027
Lokale Akteure realisieren laut Erneuerbare Energien ein Repowering-Projekt an der Wesermündung mit neun Vestas-Anlagen und einer Gesamtleistung von 64 MW; die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. Das Projekt illustriert den anhaltenden Trend zur Leistungsverdichtung an bewährten Standorten mit bestehenden Netzanschlüssen. Für Betreiber und Asset Manager ist das Projekt als Referenz für Repowering-Wirtschaftlichkeit unter deutschen Genehmigungsbedingungen relevant.
Netzreservebedarf im Strombereich bestätigt – Implikationen für Wind-Betreiber
Laut einer Meldung auf Windmesse wurde der Netzreservebedarf im Strombereich offiziell bestätigt. Für Windparkbetreiber und Asset Manager ist dies relevant, da Netzreserven Einfluss auf Einspeiseprioritäten, Abregelungsereignisse und damit auf prognostizierbare Erträge haben. Versicherer sollten die operative Exposition gegenüber regulatorisch bedingten Curtailment-Risiken im Blick behalten.
Portugal startet erstes Wind-Wasserkraft-Hybridprojekt der Iberischen Halbinsel
Portugal hat laut IWR das erste Wind-Wasserkraft-Hybridprojekt der Iberischen Halbinsel gestartet. Die Kombination beider Technologien gilt als vielversprechender Ansatz zur Stabilisierung der Einspeisung und Optimierung der Netznutzung. Für Betreiber und Asset Manager, die Hybridmodelle evaluieren, liefert dieses Pilotprojekt erste operative Erfahrungswerte aus einem vergleichbaren europäischen Marktumfeld.
Offshore-Wind deckt fast ein Fünftel des britischen Strombedarfs – Crown Estate legt Jahresbericht vor
Laut dem jüngsten Offshore-Wind-Bericht der britischen Meeresflächenbehörde Crown Estate erzeugten die britischen Offshore-Windparks 52 Terawattstunden Strom und deckten damit knapp jede fünfte verbrauchte Kilowattstunde. Das Ergebnis markiert einen Meilenstein für die Versorgungssicherheit und gibt Asset Managern einen belastbaren Referenzwert für Produktionsprognosen im britischen Markt. Für Versicherer und Betreiber liefert der Bericht zudem eine aktuelle Datenbasis zur Flottenauslastung im Offshore-Segment.
Europäisches Forschungsprojekt entwickelt modulare, reparaturfähige Rotorblätter
Ein europäisches Forschungsprojekt arbeitet laut Erneuerbare Energien an Rotorblättern mit modularem Design, das besseres Recycling, längere Lebensdauer und automatisierte Produktion ermöglichen soll. Konkrete Projektteilnehmer oder Zeitpläne werden im Auszug nicht genannt. Für Betreiber und Versicherer ist der Ansatz langfristig relevant, da Rotorblattschäden zu den häufigsten und kostspieligsten Schadensursachen im Windbereich zählen und verlängerte Lebensdauer die End-of-Life-Planung verändert.
Europäisches Forschungsprojekt entwickelt modulare, reparaturfähige Rotorblätter
Ein europäisches Forschungsprojekt arbeitet laut Erneuerbare Energien an Rotorblättern mit modularem Design, das besseres Recycling, längere Lebensdauer und automatisierte Produktion ermöglichen soll. Für Betreiber und Versicherer ist das relevant, weil Rotorblattschäden zu den häufigsten und kostspieligsten Schadensereignissen im Windanlagenbetrieb zählen. Längere Lebensdauer und einfachere Reparierbarkeit könnten Instandhaltungskosten und Ausfallzeiten reduzieren sowie End-of-Life-Entscheidungen beeinflussen.
Flächenakquise unter Druck: Expertin warnt vor schrumpfenden Margen und sinkenden Pachtpreisen
Eine auf Flächenakquise spezialisierte Expertin erläutert gegenüber Erneuerbare Energien, dass die Gewinnmargen in der Planung von Wind- und Solarprojekten spürbar gesunken sind und dies direkte Auswirkungen auf Pachtpreise für Standort- und Infrastrukturflächen hat. Für Asset Manager und Projektierer bedeutet dies, dass Flächenverträge unter veränderten wirtschaftlichen Vorzeichen neu bewertet werden müssen. Sinkende Pachtpreise können die Akzeptanz bei Grundstückseigentümern gefährden und Projektzeitpläne verlängern. Das Thema ist auch für Versicherer relevant, da veränderte Projektwirtschaftlichkeit das Ausfallrisiko bei Finanzierungen beeinflusst.
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